Unser Sahara Yoga Hilfsprojekt

Hilfsprojekt Merzouga KinderMein Name ist Barak Oussidi. Ich bin ein Sohn der Wüste vom Nomadenvolk der Berber in der Sahara Marokkos. Seit 2001 lebe und arbeite ich in Deutschland. Hier absolvierte ich eine Ausbildung als Krankenpfleger und bin als solcher seit vielen Jahren in der Herzchirurgie des Universitätsklinikums in Kiel tätig.

Auch wenn mein Lebensmittelpunkt in Deutschland liegt und ich mittlerweile hier verwurzelt bin, ist meine Heimat, meine Herkunft und Kultur nach wie vor ein Teil von mir selbst und liegt mir sehr am Herzen. Vor diesem Hintergrund ist es mir ein großes Anliegen und leidenschaftliches Bedürfnis eine kulturelle und menschliche Brücke zwischen meiner alten und neuen Heimat zu schlagen und den Menschen hier wie da Türen zu neuen Erfahrungen, Erlebnissen und zum Verständnis der unterschiedlichen Kulturen und menschlichen Werte zu öffnen.

Deshalb organisiere ich seit einigen Jahren Reisen nach Marokko, in die Sahara, die persönliche Begegnungen mit den Menschen dort, insbesondere in meinem Dorf Merzouga und mit meiner Familie integrieren. Darüber hinaus habe ich mit Freunden aus meinem Heimatdorf Merzouga ein Hilfsprojekt gegründet, dem ich als Vizepräsident verantwortlich zeichne:

«Association Afous g Afous for development, environment and solidarity»
Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht, den Kindern unseres Dorfes und der Umgegend, Zugang zu einer weitläufigen Allgemeinbildung zu verschaffen, ihnen spielerisch Fremdsprachen, kulturelle Vielfalt, Eigenverantwortung und soziale Kompetenz zu vermitteln und vieles andere mehr. So möchten wir die Basis dafür zu schaffen, damit ihnen die Türen zu einer besseren Bildung, Ausbildung und einer beruflichen Zukunft offen stehen, die sie nicht zuletzt zum Wohl ihrer Heimat, insbesondere unseres Dorfes einsetzen können. Damit das Leben hier auch für zukünftige Generationen lebenswert bleibt und nach Möglichkeit an Lebensqualität gewinnt.


Children Marocco ProjectDas Erbe meiner Verantwortung

Mein Vater, der inzwischen beinahe 90 Jahre alt ist, war eines von fünf Familienoberhäuptern aus dem Nomadenstamm der Berber, die sich in den fünfziger Jahren gemeinsam am Rande der Sahara niederliessen und die Oase Merzouga begründeten. Sie legten nach alter Tradition, aufwendig und von Hand eine Bewässerungsanlage an, die das Wasser unter den grossen Dünen in den «Garten» führten, ihn blühen und gedeihen liess und darüber hinaus die Wasserversorgung des Dorfes über Jahrzehnte und Generationen hinweg kostenlos sicherstellte, die heute grundsätzlich staatlich geregelt ist.

Merzouga Marocco Children

Die Erhaltung unseres Gartens jedoch ist existenzielle Grundlage unserer Gemeinde und birgt zugleich den ewigen Kampf mit der Natur, dem Sand der Sahara. Der rückt unseren Häusern, unserem Leben von Jahr zu Jahr näher. Ihn ihm Zaum zu halten damit das Leben hier weiterhin möglich bleibt, macht nicht nur eine immense Manpower erforderlich.
Es ist zudem ein finanzieller Kraftakt, der von staatlicher Seite leider nicht unterstützt wird und die Gemeinde überfordert. Ohne Eigenverantwortung und die Unterstützung von Aussen ist unsere Gemeinde über kurz oder lang zum Sterben verurteilt. Damit würde zugleich das Lebenswerk meines Vaters und vier seiner Freunde – die jedoch nicht mehr am Leben sind -unwiederbringlich zerstört werden. Als Sohn meines Vaters und Merzougas ist die Sensibilisierung der nachwachsenden Generation für die Probleme unserer Heimat, der Rettung des Gartens und ihre eigene Zukunft deswegen zu einem Projekt geworden, dem ich mich mit Herz und Seele verschrieben habe.